Die Beobachtergruppe ist eine an das Deutsche Museum angegliederte Vereinigung von Ehrenamtlichen, die das Deutsche Museum im Bereich Astronomie unterstützen.
Wegen Bauarbeiten finden derzeit keine öffentlichen Beobachtungsabende in der Oststernwarte statt. Die Beobachtergruppe bietet aber Vorträge und Planetenweg-Führungen an und ist gerade mit dem Bau eines mobilen Teleskops beschäftigt, um baldmöglichst wieder Beobachtungsabende durchzuführen.

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Verlängert bis vsl. Ende Oktober 2026!
Fotoausstellung "Nächtliche Welten" – Sonderausstellung mit Astrofotos von den Mitgliedern der Beobachtergruppe Sternwarte Deutsches Museum
Die Höhepunkte der vergangenen Chargen (1 bis 4) gibt es hier zu sehen.
Der Gasriese Saturn steht am 4. Oktober in Opposition zur Sonne und ist daher aktuell die ganze Nacht über optimal am Himmel zu beobachten.
Dieses Video zeigt den Gasriesen Saturn, aufgenommen im sichtbaren Spektralbereich am Abend des 22. September 2026. Nach der Passage der Erde durch die Ringebene des Saturns im letzten Jahr kann nun die südliche Seite des Ringsystems des Planeten wieder mit einem Öffnungswinkel von etwa 8° beobachtet werden. Rechts unten ist der Schattenwurf des Gasriesen auf das Ringsystem zu erkennen. Die drei Hauptringe (von außen nach innen) A- und B-Ring, getrennt durch die Cassinische Teilung, sowie der dunkle C-Ring sind in der Aufnahme zu erkennen. Das Video zeigt neben Saturn noch fünf seiner größten Eismonde und ihre Bewegung um den Gasriesen herum, von links im Uhrzeigersinn: Rhea, Dione, Titan, Tethys und Enceladus. Der hellste Mond ist Titan und mit einem Durchmesser von ca. 5200 km nach Ganymed der zweitgrößte Mond im Sonnensystem. Titan ist der einzige Mond im Sonnensystem mit einer dichten Atmosphäre. Die Atmosphäre des Titan besteht wie die Erdatmosphäre hauptsächlich aus Stickstoff, wobei der Oberflächendruck etwa 1,5-mal so groß ist wie der irdische Luftdruck. Auf Titan gibt es wie auf der Erde Wolken, Flüsse, Seen und Meere. Diese bestehen aber nicht wie auf der Erde aus Wasser, sondern aus Kohlenwasserstoffen. Die Oberfläche des Mondes ist aus steinhart gefrorenem Wassereis aufgebaut. Zudem gibt es auf Titan riesige Dünenfelder aus dunkelroten Tholinen, die sich in der Atmosphäre bilden und auf die Mondoberfläche herabregnen. Der Saturnmond Enceladus (Durchmesser ca. 500 km) gilt als einer der vielversprechendsten Orte in unserem Sonnensystem für die Suche nach außerirdischem Leben. Der Mond ist vulkanisch aktiv und unter seinem oberflächlichen, viele Kilometer dicken Eispanzer verbirgt sich ein tiefer, den Mond umspannender Ozean aus flüssigem Wasser.
Video: Dr. Markus Mugrauer
Der Eisriese Neptun stand am 26. September 2026 in Opposition zur Sonne und ist aktuell die ganze Nacht über optimal am Himmel beobachtbar.
Der Eisriese Neptun mit seinem Mond Triton, aufgenommen im sichtbaren Spektralbereich am Morgen des 15. September 2026. Neptun besitzt einen Durchmesser von etwa 49500 km und ist damit ca. 4-mal so groß wie unsere Erde. Triton ist mit einem Durchmesser von etwa 2700 Kilometern der siebtgrößte Mond des Sonnensystems und mit Oberflächentemperaturen unter –230 °C einer der kältesten Orte im Sonnensystem. Dennoch ist Triton vulkanisch aktiv. Geysire auf seiner Oberfläche sprühen Stickstoff aus und erzeugen so die extrem dünne Atmosphäre des Mondes. Triton weist unter allen Großmonden im Sonnensystem eine Besonderheit auf. Er umkreist seinen Planeten gegen dessen Rotationsrichtung, hat also eine rückläufige (retrograde) Umlaufbahn. Der Mond kann daher auch nicht mit Neptun entstanden sein, sondern ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein eingefangener Zwergplanet aus dem Kuipergürtel. Der retrograde Umlauf des Mondes um Neptun führt dazu, dass sich Triton dem Eisriesen stetig immer weiter annähert. In mehreren Milliarden Jahren wird Triton schließlich die Roche-Grenze des Neptuns unterschreiten, wobei er dann durch die Gezeitenkräfte des Eisriesen zerrissen wird. Aus den Trümmern Tritons wird sich dann ein gewaltiges Ringsystem bilden. In ferner Zukunft wird dann Neptun der Ringplanet des Sonnensystems sein, so wie heute der Saturn.
Foto: Dr. Markus Mugrauer
Die Beobachtung der Mondfinsternis am Morgen des 28. August wurde zwar im Raum München durch Schleierwolken etwas getrübt, war aber dennoch gut zu verfolgen.
Foto: Markus Dähne
