Die Beobachtergruppe ist eine an das Deutsche Museum angegliederte Vereinigung von Ehrenamtlichen, die das Deutsche Museum im Bereich Astronomie unterstützen.
Wegen Bauarbeiten finden derzeit keine öffentlichen Beobachtungsabende in der Oststernwarte statt. Die Beobachtergruppe bietet aber Vorträge und Planetenweg-Führungen an und ist gerade mit dem Bau eines mobilen Teleskops beschäftigt, um baldmöglichst wieder Beobachtungsabende durchzuführen.

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Verlängert bis vsl. Ende Oktober 2026!
Fotoausstellung "Nächtliche Welten" – Sonderausstellung mit Astrofotos von den Mitgliedern der Beobachtergruppe Sternwarte Deutsches Museum
Die Höhepunkte der vergangenen Chargen (1 bis 4) gibt es hier zu sehen.
Der Gasriese Saturn (links) und der Eisriese Neptun (rechts) stehen in wenigen Tagen in Opposition zur Sonne und sind so die ganze Nacht über am Himmel beobachtbar.
Linkes Bild: Diese Aufnahme zeigt den Gasriesen Saturn, aufgenommen im sichtbaren Spektralbereich am Morgen des 15. September 2026. Nach der Passage der Erde durch die Ringebene des Saturns im letzten Jahr zeigt sich nun die südliche Seite des Ringsystems des Planeten wieder mit einem Öffnungswinkel von etwa 8°. Rechts unten ist der Schattenwurf des Gasriesen auf das Ringsystem zu erkennen. Die drei Hauptringe (von außen nach innen) A- und B-Ring, getrennt durch die Cassinische Teilung, sowie der dunkle C-Ring sind in der Aufnahme zu erkennen. Die Aufnahme zeigt neben Saturn noch die vier hellsten Monde des Gasriesen, von links nach rechts: Titan, Tethys, Dione und Rhea. Der hellste Mond ist Titan und mit einem Durchmesser von ca. 5200 km nach Ganymed der zweitgrößte Mond im Sonnensystem. Titan ist der einzige Mond im Sonnensystem mit einer dichten Atmosphäre. Die Atmosphäre des Titan besteht wie die Erdatmosphäre hauptsächlich aus Stickstoff, wobei der Oberflächendruck etwa 1,5-mal so groß ist wie der irdische Luftdruck. Auf Titan gibt es wie auf der Erde Wolken, Flüsse, Seen und Meere. Diese bestehen aber nicht wie auf der Erde aus Wasser, sondern aus Kohlenwasserstoffen. Die Oberfläche des Monds ist aus steinhart gefrorenem Wassereis aufgebaut. Zudem gibt es auf Titan riesige Dünenfelder aus dunkelroten Tholinen, die sich in der Atmosphäre bilden und auf die Mondoberfläche herabregnen.
Rechtes Bild: Der Eisriese Neptun mit seinem Mond Triton, aufgenommen im sichtbaren Spektralbereich am Morgen des 15. September 2026. Neptun besitzt einen Durchmesser von etwa 49500 km und ist damit ca. 4-mal so groß wie unsere Erde. Triton ist mit einem Durchmesser von etwa 2700 Kilometern der siebtgrößte Mond des Sonnensystems und mit Oberflächentemperaturen unter –230 °C einer der kältesten Orte im Sonnensystem. Dennoch ist Triton vulkanisch aktiv. Geysire auf seiner Oberfläche sprühen Stickstoff aus und erzeugen so die extrem dünne Atmosphäre des Mondes. Triton weist unter allen Großmonden im Sonnensystem eine Besonderheit auf. Er umkreist seinen Planeten gegen dessen Rotationsrichtung, hat also eine rückläufige (retrograde) Umlaufbahn. Der Mond kann daher auch nicht mit Neptun entstanden sein, sondern ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein eingefangener Zwergplanet aus dem Kuipergürtel. Der retrograde Umlauf des Mondes um Neptun führt dazu, dass sich Triton dem Eisriesen stetig immer weiter annähert. In mehreren Milliarden Jahren wird Triton schließlich die Roche-Grenze des Neptuns unterschreiten, wobei er dann durch die Gezeitenkräfte des Eisriesen zerrissen wird. Aus den Trümmern Tritons wird sich dann ein gewaltiges Ringsystem bilden. In ferner Zukunft wird dann Neptun der Ringplanet des Sonnensystems sein, so wie heute der Saturn.
Fotos: Dr. Markus Mugrauer
Die Nova Sagittae 2026 (V488 Sge), aufgenommen am 2. September 2026 im optischen Spektralbereich. Ausgelöst wurde die Nova durch einen Wasserstoffschalenblitz auf der Oberfläche eines Weißen Zwergs, der am 25. August 2026 erstmals beobachtet werden konnte. Beim Novaausbruch wurde dabei so viel Energie frei wie die Sonne in etwa 10000 Jahren abstrahlt. Im Spektrum der Nova sind stark verbreiterte Emissionslinien von Wasserstoff, neutralem Sauerstoff und einfach ionisiertem Eisen zu erkennen. Daraus kann die Expansionsgeschwindigkeit der bei der Novaexplosion abgestoßenen Gashülle auf etwa 1400 km/s bestimmt werden. Zum Beobachtungszeitpunkt hatte die Hülle damit bereits einen Radius von etwa 1 Milliarde Kilometern (6,5 AE) erreicht.
Foto: Dr. Markus Mugrauer
Die Beobachtung der Mondfinsternis am Morgen des 28. August wurde zwar im Raum München durch Schleierwolken etwas getrübt, war aber dennoch gut zu verfolgen.
Foto: Markus Dähne
