Beobachtergruppe Sternwarte Deutsches Museum

Die Beobachtergruppe ist eine an das Deutsche Museum angegliederte Vereinigung von Ehrenamtlichen, die das Deutsche Museum im Bereich Astronomie unterstützen.

Wegen Bauarbeiten finden derzeit keine öffentlichen Beobachtungsabende in der Oststernwarte statt. Die Beobachtergruppe bietet aber Vorträge und Planetenweg-Führungen an und ist gerade mit dem Bau eines mobilen Teleskops beschäftigt, um baldmöglichst wieder Beobachtungsabende durchzuführen.

Titelbild

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In unserem Newsletter informieren wir ca. 1mal monatlich über unsere geplanten Veranstaltungen, sonstiges rund um die Beobachtergruppe und das Deutsche Museum sowie besondere Himmelsereignisse.

Anmeldung einfach per E-Mail unter: newsletter@beobachtergruppe.de

Newsletter-Archiv

Aktuelle Sonderveranstaltungen

Verlängert bis vsl. Ende Oktober 2026!
Fotoausstellung "Nächtliche Welten" – Sonderausstellung mit Astrofotos von den Mitgliedern der Beobachtergruppe Sternwarte Deutsches Museum

Die Höhepunkte der vergangenen Chargen (1 bis 4) gibt es hier zu sehen.

Astronomisches Highlight des Jahres - Totale Sonnenfinsternis 2026

Dieses Video zeigt die Höhepunkte der totalen Sonnenfinsternis vom 12. August 2026, die von der Iberischen Halbinsel aus unter idealen atmosphärischen Bedingungen beobachtet werden konnte. Dabei raste der Kernschatten des Mondes mit etwa 2500 km/h über die Beobachter hinweg, wobei die helle Sonnenscheibe vom Neumond vollständig bedeckt wurde. Zu Beginn und am Ende der Totalität der Finsternis konnte der Diamantring-Effekt eindrucksvoll am Himmel beobachtet werden. Während der Totalität wurden dann die rötlich leuchtende Chromosphäre der Sonne wie auch Protuberanzen am Sonnenrand sichtbar. Majestätisch leuchtete zugleich die Korona der Sonne und helle Sterne wie auch der Planet Venus wurden am Himmel sichtbar. Aus einem hellen Tag wurde für etwa eine Minute lang dunkle Nacht, ein fantastisches Himmelsspektakel, das denen, die es erlebt haben, noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Video: Dr. Markus Mugrauer

Weitere Fotos & Videos der totalen Sonnenfinsternis unter: https://www.ccdastronomy.de

Saturn und Neptun in Opposition zur Sonne

Der Gasriese Saturn (links) und der Eisriese Neptun (rechts) stehen in wenigen Tagen in Opposition zur Sonne und sind so die ganze Nacht über am Himmel beobachtbar.

Collage

Linkes Bild: Diese Aufnahme zeigt den Gasriesen Saturn, aufgenommen im sichtbaren Spektralbereich am Morgen des 15. September 2026. Nach der Passage der Erde durch die Ringebene des Saturns im letzten Jahr zeigt sich nun die südliche Seite des Ringsystems des Planeten wieder mit einem Öffnungswinkel von etwa 8°. Rechts unten ist der Schattenwurf des Gasriesen auf das Ringsystem zu erkennen. Die drei Hauptringe (von außen nach innen) A- und B-Ring, getrennt durch die Cassinische Teilung, sowie der dunkle C-Ring sind in der Aufnahme zu erkennen. Die Aufnahme zeigt neben Saturn noch die vier hellsten Monde des Gasriesen, von links nach rechts: Titan, Tethys, Dione und Rhea. Der hellste Mond ist Titan und mit einem Durchmesser von ca. 5200 km nach Ganymed der zweitgrößte Mond im Sonnensystem. Titan ist der einzige Mond im Sonnensystem mit einer dichten Atmosphäre. Die Atmosphäre des Titan besteht wie die Erdatmosphäre hauptsächlich aus Stickstoff, wobei der Oberflächendruck etwa 1,5-mal so groß ist wie der irdische Luftdruck. Auf Titan gibt es wie auf der Erde Wolken, Flüsse, Seen und Meere. Diese bestehen aber nicht wie auf der Erde aus Wasser, sondern aus Kohlenwasserstoffen. Die Oberfläche des Monds ist aus steinhart gefrorenem Wassereis aufgebaut. Zudem gibt es auf Titan riesige Dünenfelder aus dunkelroten Tholinen, die sich in der Atmosphäre bilden und auf die Mondoberfläche herabregnen.

Rechtes Bild: Der Eisriese Neptun mit seinem Mond Triton, aufgenommen im sichtbaren Spektralbereich am Morgen des 15. September 2026. Neptun besitzt einen Durchmesser von etwa 49500 km und ist damit ca. 4-mal so groß wie unsere Erde. Triton ist mit einem Durchmesser von etwa 2700 Kilometern der siebtgrößte Mond des Sonnensystems und mit Oberflächentemperaturen unter –230 °C einer der kältesten Orte im Sonnensystem. Dennoch ist Triton vulkanisch aktiv. Geysire auf seiner Oberfläche sprühen Stickstoff aus und erzeugen so die extrem dünne Atmosphäre des Mondes. Triton weist unter allen Großmonden im Sonnensystem eine Besonderheit auf. Er umkreist seinen Planeten gegen dessen Rotationsrichtung, hat also eine rückläufige (retrograde) Umlaufbahn. Der Mond kann daher auch nicht mit Neptun entstanden sein, sondern ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein eingefangener Zwergplanet aus dem Kuipergürtel. Der retrograde Umlauf des Mondes um Neptun führt dazu, dass sich Triton dem Eisriesen stetig immer weiter annähert. In mehreren Milliarden Jahren wird Triton schließlich die Roche-Grenze des Neptuns unterschreiten, wobei er dann durch die Gezeitenkräfte des Eisriesen zerrissen wird. Aus den Trümmern Tritons wird sich dann ein gewaltiges Ringsystem bilden. In ferner Zukunft wird dann Neptun der Ringplanet des Sonnensystems sein, so wie heute der Saturn.

Fotos: Dr. Markus Mugrauer

Helle Nova am Abendhimmel im Sternbild Pfeil zu beobachten
Nova Sagittae 2026

Die Nova Sagittae 2026 (V488 Sge), aufgenommen am 2. September 2026 im optischen Spektralbereich. Ausgelöst wurde die Nova durch einen Wasserstoffschalenblitz auf der Oberfläche eines Weißen Zwergs, der am 25. August 2026 erstmals beobachtet werden konnte. Beim Novaausbruch wurde dabei so viel Energie frei wie die Sonne in etwa 10000 Jahren abstrahlt. Im Spektrum der Nova sind stark verbreiterte Emissionslinien von Wasserstoff, neutralem Sauerstoff und einfach ionisiertem Eisen zu erkennen. Daraus kann die Expansionsgeschwindigkeit der bei der Novaexplosion abgestoßenen Gashülle auf etwa 1400 km/s bestimmt werden. Zum Beobachtungszeitpunkt hatte die Hülle damit bereits einen Radius von etwa 1 Milliarde Kilometern (6,5 AE) erreicht.

Foto: Dr. Markus Mugrauer

Mondfinsternis vom 28. August 2026
titel_mofi20260828

Die Beobachtung der Mondfinsternis am Morgen des 28. August wurde zwar im Raum München durch Schleierwolken etwas getrübt, war aber dennoch gut zu verfolgen.

Foto: Markus Dähne

Weitere Informationen zum Mond finden Sie hier.

Die partielle Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 über München
Die partielle Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 auf dem Kulturdachgarten Gasteig

Wir konnten in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Museum und dem Kulturdachgarten auf dem FatCat (Gasteig) eine Sonnenfinsternisbeobachtung organisieren.

Bei bestem Wetter beobachteten wir gemeinsam mit vielen interessierten Gästen das faszinierende, astronomische Schauspiel - mit speziellen Sonnenteleskopen und Sonnenfinsternisbrillen.

Das Ereignis begann in München um 19:23 Uhr und erreichte um 20:15 Uhr mit einer maximalen Bedeckung von 88,9% seinen Höhepunkt.

Wie eine Sonnenfinsternis zustande kommt: https://munichspace.de/astronomie-wissen/sonnen-und-mondfinsternisse/

Fotos: Bernhard Thaler, Marco Sproviero

Timelapsevideo der partiellen Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 (München)

Video: Marco Sproviero

Partielle Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 bei Unterhaching
Partielle Sonnenfinsternis 2026 bei Unterhaching

Da die Finsternis bei Sonnenuntergang stattfand, zahlte sich für Fotografen eine gute Standortwahl besonders aus. Dieses Bild entstand östlich von Taufkirchen: es zeigt die teilweise verfinsterte Sonne hinter dem um 1905 erbauten Unterhachinger Wasserturm.

Foto: Markus Dähne

Verlauf der partiellen Sonnenfinsternis bei Unterhaching.

Video: Markus Dähne

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